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Dienstag, 7. Mai 2019 19:30

"Land der Söhne"

Lesung
Milena Moser liest aus ihrem neuen Roman.

Rückschau

Die Lesung fand im Mona Lisa-Saal des Schulhauses Vinci statt mit etwa drei Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörern.

Milena Moser plaudert nach einer kurzen Einführung durch Ruth Huggenberger gleich etwas aus ihrem aktuellen Leben. Zurück aus New Mexico, wo sie zurzeit lebt, liest sie aus ihrem zwanzigsten Buch in 29 Jahren Schreibtätigkeit seit ihrem ersten Roman. Die Arbeit am neuen Buch hat länger gedauert als bei den anderen, was einerseits mit dem Wegzug in die USA zu tun hatte, andererseits mit der Komplexität der Familiengeschichte. In New Mexico habe sie viel Freiraum gehabt, um das Buch zu schreiben, sagt die Autorin, sowohl innerlich wie auch äusserlich. Die innere Freiheit bezog sie nicht unwesentlich aus ihrem Umzug - mit nicht mehr als sechs Schachteln Hab und Gut zog sie nach Amerika, alles andere wurde vorher verkauft oder weggegeben. Die äussere Freiheit bot ihr das Leben ohne fixe Verpflichtungen für Kolumnen und Schreibkurse sowie die Weite und das Licht ihrer neuen Heimat.

Das Familienepos über drei Generationen spielt in Amerika rund um Los Alamos, in der Nähe ihres Wohnsitzes in Santa Fe. Sie beginne jeweils nicht mit einem Masterplan, sondern lasse die Geschichte sich entwickeln und folge einfach ihren Fragen.  Milena Moser geht in dem Roman der Grundsatzfrage nach: Prägen uns unsere kindlichen Erfahrungen ein Leben lang? Sie schliesst den Abend nach der Lesung mit den Worten: „Auch mit grossen Verletzungen in der Kindheit kann man doch glücklich werden!“ So manch eine(r) mag sich an diesem Abend Appetit auf mehr geholt haben.

Urs Wittenberg

 

Milena Moser liest aus ihrem Roman.
Milena Moser im Gespräch mit Besucher*innen.

 

Milena Mosers neuer amerikanischer Roman ist ein Familienepos, das drei Generationen umspannt. Er spielt im Südwesten der USA, in Kalifornien und New Mexiko, wo die Autorin heute lebt.

Ein Junge wird in den vierziger Jahren in ein Internat in der Wüste geschickt und sein Sohn verbringt am selben Ort in den Siebzigern eine gewisse Zeit in einer Hippiekommune. Ein Mädchen von heute schliesslich fährt mit ihrem Vater nach New Mexiko, um die Stätten der Familiengeschichte aufzusuchen. Das Buch ist ein fesselndes Drama um tief verwurzelte Schuld, Abhängigkeit und Freiheit. Bei den beiden Jungen wiederholt sich die Geschichte auf eine merkwürdige Weise, während die Jüngste mit ganz eigenen Problemen konfrontiert wird.

 

 

 

 

 

Veranstaltungsort

Dienstag, 7. Mai 2019 19:30
Schulhaus Vinci - Tramstrasse 20
5034 Suhr

Tickets und Kontakt

Eintritt: Fr. 10.-

Telefon
E-Mail
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